Rhabarberkuchen mit Baiser-Haube

Rhabarberkuchen mit Baiser-Haube

Im Garten meiner Eltern ist der Rhabarber schon kräftig am wachsen. Ich konnte es nicht lassen und hab mir daher letzten Sonntag ein paar Stangen abgeschnitten und mitgenommen. Das heutige Rezept ist also wirklich sehr saisonal und regional! Ich wollte sowieso mal wieder einen Kuchen backen und habe mich (inspiriert von meinem zweitliebsten sauer-süßen Gebäck, dem Stachelbeer-Baiser) für einen Rhabarberkuchen mit Baiser-Haube entschieden.

Für eine Springform Rhababerkuchen braucht ihr:

  • etwa 3-4 Stangen Rhabarber

Für den Rührteig braucht ihr:

  • 150g Mehl
  • 75g Speisestärke
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150g weiche Butter
  • 150g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 3 Eigelb

Für das Baiser braucht ihr:

  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 175g Zucker

Zunächst wird der Rhabarber gewaschen und geschält. Ich habe das erst mit einem Sparschäler versucht aber dann festgestellt, dass es mit einem Küchenmesser viel einfacher geht. Anschließend muss der Rhabarber in etwa 3cm lange Stücke geschnitten werden. Die etwas dickeren Stücke habe ich auch in der Mitte noch einmal geteilt. Ich habe gleich etwas mehr Rhabarber verwendet und aus den Resten Kompott gekocht.

Anschließend könnt ihr die trocknen Zutaten vorbereiten. Dazu das Mehl, Speisestärke und Backpulver miteinander vermischen. Diese Mischung brauchen wir gleich noch.

In einer Rührschüssel die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Drei Eier trennen, das Eiweiß für das Baiser zur Seite stellen und das Eigelb unter die Butter-Zucker-Mischung rühren. Dazu kommen noch zwei ganze Eier. Anschließend werden die trockenen Zutaten in die Schüssel gesiebt und noch einmal verrührt.

Während die Springform vorbereitet wird kann der Ofen schon einmal auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Für den Rhabarberkuchen habe ich eine Springform mit Butter gefettet und den Teig darin verteilt. Da der Rührteig etwas zähflüssig ist habe ich ihn an den Rändern etwas hochgezogen, damit sich eine schöne Kruste ergibt.

Jetzt kommt der Rhabarber ins Spiel: Die Rhabarberstücke werden auf dem Teigboden verteilt, bis alles gut bedeckt ist. Da ich sowieso mehr Rhabarber für das Kompott geschnitten habe, habe ich hier ganz nach Augenmaß gearbeitet – auf etwas mehr oder weniger kommt es hier also nicht an.

Das ganze muss jetzt für ca. 30-40 Minuten bei den schon eingestellten 180°C Ober- und Unterhitze backen, bis der Teig von oben goldbraun geworden ist. Ich habe nach etwa 35 Minuten mit einem Holzspieß in die Mitte des Kuchens gestochen um zu testen, ob noch feuchter Teig am Kuchen kleben bleibt. Achtet darauf, dass der Kuchen nicht zu trocken wird, denn er kommt mit dem Eischnee noch einmal für 20 Minuten in den Ofen.

Den Eischnee für den Rhabarberkuchen habe ich etwa 10 Minuten bevor der Teig fertig gebacken sein sollte zubereitet, damit er schön fluffig bleibt und nicht schon vor dem Backen zusammenfällt. Dazu habe ich das getrennte Eiweiß mit einer Prise Salz auf der höchsten Stufe meines Rührgeräts verquirlt und nach und nach den Zucker hinzugefügt. Das Baiser ist perfekt, wenn sich kleine Spitzen aus Eischnee bilden, die nicht mehr von alleine zusammenfallen.

Nachdem der Kuchen seinen ersten Ofendurchlauf geschafft hatte, habe ich ihn mit Handschuhen herausgeholt und den Eischnee einfach mit einem Löffel darauf verteilt. Wer mag kann hier auch mit einer Spritztülle schöne Häubchen machen, aber für alle ungeduldigen wie mich reicht es auch einfach, eine glatte Baiserhaube auf dem ganzen Kuchen zu verteilen.

Nun muss der Rhabarberkuchen samt Baiserhaube noch einmal für ca. 20 Minuten in den Ofen. Ich habe dabei die Temperatur etwas niedriger gestellt, da das Baiser schnell dunkel wird. Nach 20 Minuten war die oberste Schicht dann schön fest und der untere Teil des Baisers noch fluffig.

Nach dem Backen habe ich die Springform entfernt und dann kam die schwierigste Aufgabe: warten, bis der Kuchen gut ausgekühlt war, damit ich mir nicht direkt den Gaumen verbrenne. Der Kuchen ist nämlich wirklich lecker geworden! Ich glaube, da muss ich mir bei meinen Eltern noch einen Nachschub Rhabarber besorgen.

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